Mit dem Bundesgesetz vom 15. Februar 1973 zur Zusammenfassung der Unternehmungen der verstaatlichten Eisen- und Stahlindustrie, kurz „Stahlfusionsgesetz“ genannt, wurden die „Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke Aktiengesellschaft“ (VOEST-AG) und die „Österreichisch-Alpine Montangesellschaft“ (ÖAMG) zur damals neuen Gesellschaft „Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke – Alpine Montan Aktiengesellschaft“ verschmolzen. Im Jahr 1978 änderte sich der Firmenwortlaut in „Voest-Alpine Aktiengesellschaft“ (VOEST-ALPINE AG).
In dieser Form hatte der Konzern bis 1987 Bestand. Als Konsequenz der „Verstaatlichtenkrise“ fanden umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahmen der VOEST-ALPINE AG statt. Diese Maßnahmen und die in Folge durchgeführte Privatisierung mündeten in die Entstehung des Weltkonzerns „voestalpine“, wie man ihn heute kennt.
Die alte VOEST-ALPINE AG wurde nach weitgehender Abgabe ihrer Beteiligungen in „Immobilien und Industriebeteiligungen AG“ (IMIB) umbenannt. Durch einen Wechsel der Rechtsform entstand die „Immobilien und Industriebeteiligungen GmbH“ als Rechtsnachfolgerin der VOEST-ALPINE AG (alt).
Wie die GKB-Bergbau GmbH war auch die IMIB eine 100-Prozent-Tochter der Österreichischen Beteiligungs AG (ÖBAG). Mit 9. Juli 2025 kam es nun zur Verschmelzung der IMIB mit der GKB-Bergbau GmbH (GKB).
Dadurch erweiterte sich der Verantwortungsbereich der GKB hinsichtlich ehemaliger Bergwerksberechtigungen in Österreich. Zahlreiche aufgelassene Bergbaustandorte, insgesamt etwa 20 km², gingen damit in die Nachsorgeverantwortung des Unternehmens über.
Dazu zählen nicht nur Erzbergbaue wie der Eisensteinbergbau Hüttenberg oder das Eisensteinbergwerk Olsa in Friesach, sondern auch ehemalige Kohlenbergwerke in der Steiermark. Das namhafteste davon ist der Kohlenbergbau Seegraben bei Leoben. Weniger Bekanntheit erlangten kleinere Kohlengruben im Raum Trofaiach (Braunkohlenbergbau Trofaiach/Gimplach), im Raum Aflenz (Braunkohlenbergbau Göriach) und in Wartberg im Mürztal.
In Zusammenarbeit mit der Montanbehörde Süd, der „Geosphere Austria“ und den Landesarchiven in Graz und Klagenfurt erfolgt nun eine umfassende Informationsakquisition, welche die Aushebung und Sichtung zahlreicher Unterlagen inklusive des Grubenkartenwerks beinhaltet.
In Abbildung 1 sind die Bergbauberechtigungen und Standorte der GKB-Bergbau GmbH dargestellt. Der Zuständigkeitsbereich der Gesellschaft erstreckt sich nahezu über das gesamte Bundesgebiet, wobei das Gros der Bergwerksberechtigungen in den Bundesländern Steiermark und Kärnten liegt.
Mit der Erfahrung und Expertise im Altbergbau-Risikomanagement werden die neu hinzugekommenen Bergbaue durch die GKB im Sinne der Aktiven Verwahrung bearbeitet, um auch zukünftig dem Firmencredo – „Wir schaffen Sicherheit“ – gerecht zu werden.